Canon Medical Systems bietet innovative Tools zur nicht invasiven Quantifizierung diffuser Lebererkrankungen

Das Liver Analysis Tool für die Aplio i-Serie

Zahlen, Daten, Fakten zu Lebererkrankungen

Die S2k-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen e. V. klassifiziert die nicht-alkoholische Fettlebererkrankung („Non-alcoholic fatty liver disease“, NAFLD) als Volkskrankheit.1

In Deutschland liegt die Prävalenz der NAFLD unter der Normalbevölkerung bei etwa 20–30 Prozent – Tendenz steigend. Die „verfettete Wohlstandsleber“ steht dabei als umgangssprachlicher Begriff für einen westlich geprägten Lebenswandel, der neben genetischen, ethnischen, hormonellen und umweltbedingten Faktoren ursächlich für die hohe Prävalenz und steigende Inzidenz ist.

Metabolische Risikofaktoren wie (viszerale) Adipositas, Typ-2-Diabetes, Insulinresistenz und arterielle Hypertonie sind eng mit der NAFLD assoziiert.2

Beunruhigend ist dabei vor allem die steigende Anzahl an Neuerkrankungen von Kindern und Jugendlichen, die mit einer rasant zunehmenden Adipositas-Prävalenz assoziiert wird.3, 4

Umso notwendiger wird eine zuverlässige Technologie zur Leberdifferentialdiagnostik, die mit dem innovativen Package an der Aplio i-Serie jetzt erstmals möglich ist.

Stadien der Leberschädigung

Differentialdiagnostik mit dem Liver Analysis Tool

Das Liver Analysis Tool vereint erstmals Quantifizierungstools zur ultraschallbasierten Abbildung und quantitativen Beurteilung von relevanten Stadien diffuser Lebererkrankungen.

  • Scherwellen Elastographie (SWE) – Leber Elastizitätsmessung
  • Attenuation Imaging (ATI) – Leber Fettquantifizierung
  • Scherwellen Dispersion Mode (SWD) – Leber Viskositätsbeurteilung
 

Somit können Sie bei Ihren Patienten bei Auffälligkeiten schnell und einfach eine Zusatzmessung im Rahmen Ihrer Routinediagnostik durchführen und haben die Untersuchungsergebnisse sofort parat. Aus der Diagnose können Sie dann unmittelbar einen sinnvollen Therapieplan entwickeln.

Mit dem integrierten Liver Analysis Tool an der Aplio i-Serie optimieren Sie den Workflow für Ihre Lebersprechstunde!

Scherwellen-Elastographie (SWE) mit Propagation Mode

Als nicht invasive Untersuchungsmethode hat sich die Scherwellen-Elastographie (SWE) als ultraschallbasierte bildgebende Technik etabliert. Sie ermöglicht ein individuelles und risikoarmes Fibrose- und Zirrhose-Staging.8

Die Scherwellen-Elastographie gilt als das fortschrittlichste diagnostische Verfahren zur Quantifizierung von Viskoelastizität im Leberparenchym.

Die Technologie nutzt die Eigenschaften transversaler Scherwellen, die nur in festen Körpern und bei niedrigen Frequenzen sowie höherer Intensität auftreten.

Die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Scherwelle gibt dabei Aufschluss über die Festigkeit von Körper und Gewebe. Ein fibrotisches Leberparenchym weist – je nach Grad der Fibrose – eine erhöhte Viskoelastizität auf, deren quantitativer Wert in Kilopascal (kPa) oder m/s gemessen wird. Die Scherwellen-Elastographie ist damit ein ebenso effizientes wie schnelles Verfahren zur Quantifizierung der Lebersteifigkeit und damit zur Diagnose von fibrotischen und zirrhotischen Veränderungen.

Scherwellen-Elastographie (SWE) mit Propagation Mode
 

Mit dem Canon spezifischen Propagation Mode erhalten Sie eine zusätzliche graphische Information zur Ausbreitungsqualität der Schwerwelle. Dies empfiehlt den Meßort für die Scherwellenausbreitungsgeschwindigkeit und führt zu einer besseren Reproduzierbarkeit bei den Messungen.

 

Attenuation Imaging (ATI)

Attenuation Imaging (ATI) ist ein innovatives Tool zur Graduierung einer Steatose. Gerade aufgrund der Korrelation von NAFLD-Erkrankungen mit dem metabolischen Syndrom – dabei insbesondere mit einem Diabetes mellitus Typ 2 – und dem daraus resultierenden Risiko der Entwicklung einer Zirrhose bis hin zum hepatozellulären Karzinom, ist die frühzeitige Charakterisierung einer vorliegenden Steatose für eine effektive Therapie wichtig. ATI ermöglicht erstmals eine Einschätzung und Überwachung der Steatose. Dies ist insofern für die Diagnostik relevant, als dass für eine blanden Steatose, die sich in der Entwicklung zu einer Fibrose befindet, eine weitgehend negative Prognose besteht. Entsprechend wird eine eng getaktete Überwachung des Patienten notwendig.9

Als in die Systeme der Aplio i-Serie integrierte Anwendung ist Attenuation Imaging (ATI) in der Lage, über die Quantifizierung der Signalausbreitung die Leberdämpfung zu bestimmen und damit eine noch feinere Differentialdiagnostik in frühen Erkrankungsphasen zu ermöglichen.

Über die Berechnung und Ausweisung des Dämpfungskoeffizienten (dB/cm/MHz) auf dem Screen sowie eine farbliche Hervorhebung des Dämpfungsgrads in der Region of Interest (ROI) erlaubt das Verfahren zuverlässige und präzise Messergebnisse und kann auch leichte Grade der Steatose differenzieren.

Attenuation Imaging (ATI)
 

Scherwellen-Dispersion (SWD)11 (*zur Zeit in der Klinischen Evaluierung)

Der Grundgedanke dieses Tools liegt darin, Viskosität und Elastizität mithilfe von Scherwellen-Technologie differenziert zu betrachten. Die innovative Scherwellen-Dispersionsbilderfassung (SWD), die sich aktuell in der klinischen Evaluierung befindet, ermöglicht ein Mapping der Scherwellen-Ausbreitung zur isolierten Beurteilung der Viskosität des Parenchyms. So können frühzeitig signifikante Aussagen zum Steatose- und Steatohepatitis-Grad sowie zu Möglichkeiten der Reversibilität getroffen werden. Die Ausbreitungsneigung der Scherwelle, hervorgerufen durch eine Push-Pulsinitiierte Gewebeverformung, ist der zugrundeliegende Parameter zur Bestimmung der Viskosität. Der berechnete Neigungswert (m/s/kHz) und seine Standardabweichungen werden in der Ausbreitungsmap visualisiert.

Der SWE-Quad-Ansichtsmodus ermöglicht dabei die gleichzeitige vergleichende Betrachtung von Scherwellen-Geschwindigkeit (Speed Map), Scherwellen-Elastizität (Elasticity Map), Scherwellen-Ausbreitung (Propagation Map), Graustufen und Dispersionsneigung (Dispersion Map).

Die ersten Erfahrungen der klinischen Evaluation zeigen, dass eine Trennung von Viskosität und Elastizität genaue Informationen über pathologische Veränderungen in der Leber liefert und damit zu einer differenzierteren Diagnose beitragen kann. So bietet der Grad der Elastizität einen effektiven Parameter zur Beurteilung fibrotischer Veränderungen, während der Grad der Viskosität Aufschlüsse über nekroinflammatorische Veränderungen und Fettablagerungen im Parenchym gibt.

Scherwellen-Dispersion (SWD)
 

Multi Parametric Report

Der Multi Parametric Report fasst alle Ergebnisse Ihrer Lebermessung zusammen. Eine farbige Balken- oder Spidergrafik informiert Sie schnell und übersichtlich über den Zustand der Leber.

Veröffentlichungen / Studien zur Steatosemessung mittels ATI (Stand: Feb. 2020):

Leberstudien mit Unterstützung von Canon Medical Systems

 
Multi Parametric Report

Leberzentren die mit Canon Aplio arbeiten (ein Auszug):

  • Uniklinikum Ulm – Gastroenterologie
  • Uniklinikum Düsseldorf – Gastroenterologie
  • Uniklinikum Erlangen – Gastroenterologie
  • Uniklinikum Köln – Gastroenterologie
  • Charitè Berlin Mitte – Sonographiezentrum u. Gastroenterologie
  • Helios Klinikum Velbert – Gastroenterologie
  • Krankenhaus Düren – Gastroenterologie
  • Uniklinikum Leipzig – Gastroenterologie
  • Uniklinikum Dresden – Gastroenterologie

Auszug aus dem Leistungsspektrum des Aplio i800:

Aplio i800
  • Topmodernes Design
  • Intuitives und Interaktives Bedienfeld
  • iDMS & Active Matrix Array mit Microslice Imaging
  • State of the art Bildqualität mit exzellenten Pentrationseigenschaften
  • Hochsensitives CEUS Paket mit Quantifizierungstools
  • Strain- und Schwerwellen Elastographie
  • Attenuation Imaging (ATI)
  • Scherwellen Dispersion Mode (SWD) (in der Klinischen Evaluierung)
  • Realtime Quad Mode
  • Smart Navigation Fusionsbildgebung
  • Superb Microvaskular Imaging (SMI) – Hochsensitiver Lowflow Doppler
  • Hochfrequenz Modul zur Unterstützung von 22, 24 und 33MHz Linearsonden

Weitere Informationen zur Aplio i Serie

 

Haben Sie Fragen oder Interesse an weiteren Informationen?  












 

 
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1 Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie,Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen e. V. (DGVS): S2k-v.

2 Weiß, J., Rau, M., Geier, A.: Nichtalkoholische Fettlebererkrankung. Epidemiologie, Verlauf, Diagnostik und Therapie. In: Deutsches Ärzteblatt, Jg. 111, Heft 26, Juni 2014, S. 447.

3 Schwimmer, JB., Deutsch, R., Kahen, T., Lavine, JE., Stanley, C., Behling, C.: Prevalence of fatty liver in children and adolescents. Pediatrics 2006; 118: S. 1388–1393.

4 Schiavone, C. et al.: What Ultrasound Operators Must Be Well Aware of in a World With Raising Burden of Non Alcoholic Fatty Liver Disease? In: Ultraschall in Med 2019; 40: S. 7–10.

5 Weiß, J., Rau, M., Geier, A.: Nichtalkoholische Fettlebererkrankung. Epidemiologie, Verlauf, Diagnostik und Therapie. In: Deutsches Ärzteblatt, Jg. 111, Heft 26, Juni 2014, S. 447.

6 Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen e. V. (DGVS): S2k-Leitlinie. Nicht-alkoholische Fettlebererkrankungen. AWMF-Register-Nr. 021–025. Berlin (2015), S. 51.

7 Merriman, RB., Ferrell, LD., Patti, MG. et al.: Correlation of paired liver biopsies in morbidly obese patients with suspected non-alcoholic fatty liver disease. Hepatology 2006; 44: 874–80.

8 Schiavone, C. et al.: What Ultrasound Operators Must Be Well Aware of in a World With Raising Burden of Non Alcoholic Fatty Liver Disease? In: Ultraschall in Med 2019; 40: S. 7–10.

9 Iijima, H.: Assessment of non-alcoholic fatty liver disease with Attenuation Imaging (ATI).

10 In der klinischen Evaluierung.

11 Weiß, J., Rau, M., Geier, A.: Nichtalkoholische Fettlebererkrankung. Epidemiologie, Verlauf, Diagnostik und Therapie. In: Deutsches Ärzteblatt, Jg. 111, Heft 26, Juni 2014, S. 449.