Wenn Sekunden zählen

13.03.2026

Ein Blick hinter die Kulissen der Notfallradiologie mit dem neuen Volumen-CT Aquilion ONE INSIGHT von Canon Medical Systems


CT-Einweihung Schön Klinik Hamburg

Februar 2026.
Direkt in der Notaufnahme der Schön Klinik Hamburg Eilbek arbeitet nun ein CT-Scanner, der den radiologischen Alltag spürbar verändert hat: der neue Aquilion ONE INSIGHT von Canon Medical Systems.

Kein Ersatz.
Sondern eine gezielte Erweiterung.

„CT in der Notaufnahme ist heute obligat“, sagt Jan Hendrik Falkenstein, leitender MTR der Radiologie. „Die Zahlen sind in den letzten Jahren so massiv gestiegen, dass wir reagieren mussten.“


Die Antwort darauf war eine grundlegende Umstrukturierung. Wo früher mehrere Räume lagen, wurde umgebaut, zusammengelegt und neu geplant. Heute grenzt der CT-Raum räumlich direkt an die Notaufnahme – Schockraum und Scanner liegen praktisch Tür an Tür. Die Radiologie selbst ist nur noch einen Gang entfernt.


Durchdachte Strukturen und Abläufe

Was auf den ersten Blick nach „mehr Technik“ klingt, ist in Wahrheit vor allem mehr Struktur.

Mit dem Aquilion ONE von Canon Medical Systems, einem Volumen-Scanner der neuesten Generation, wird heute rund 90 Prozent der Routinediagnostik abgedeckt – von der Traumaspirale über Thorax bis Abdomen. Schnell, standardisiert und ohne Umwege.

Der bestehende, ältere CT bleibt bewusst im Einsatz für interventionelle Eingriffe sowie komplexe und vor allem zeitaufwendige Untersuchungen.

„So blockieren wir den Routinebetrieb nicht mehr“, erklärt Falkenstein. „Wenn komplexe Interventionen länger dauern, laufen die anderen Untersuchungen trotzdem flüssig weiter.“


Für Prof. Dr. Harald Ittrich, Chefarzt der Abteilung für diagnostische und interventionelle Radiologie, ist genau das der Kern der Entscheidung:

„Häuser unserer Größe brauchen heute zwei CT-Geräte, um den hohen Anforderungen gerecht zu werden – sowohl in der Notfallversorgung als auch in der täglichen Routine.“


Die Schön Klinik in Hamburg Eilbek ist ein Schwerpunktversorger. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an Verfügbarkeit und Ausfallsicherheit.


Wenn Wege kürzer werden, wird Versorgung schneller

Früher bedeutete ein Patient aus der Notaufnahme oft: Umlagern, Transport, Zeitverlust. Heute sind es wenige Meter zwischen Schockraum und CT.

„Der Schockraum ist direkt dahinter“, sagt Falkenstein. „Die Traumaspirale ist dann in fünf Minuten erledigt.“


Das klingt beiläufig, ist aber im Notfall entscheidend. Denn der Patient gibt das Tempo vor. Die Technik muss folgen.


Ein neuer CT, viele neue Möglichkeiten

Mit dem Aquilion ONE hat sich nicht nur der Ort, sondern auch das medizinische Spektrum verändert. Ein konkretes Beispiel dafür ist die kardiale Bildgebung – ein Bereich, der nun fester Bestandteil der Diagnostik ist.

„Mit dem breiten Detektor des Volumen-CTs ist die Kardio-CT jetzt für uns realisierbar.“


Über 16 cm Detektorbreite, 240 ms Rotationsgeschwindigkeit und KI-gestützter Rekonstruktion hinaus gibt es einen Faktor, den Prof. Ittrich bewusst betont:

„Man muss auch an die Mitarbeiter denken. Bedienung muss intuitiv sein, sonst wird Technik im Alltag nicht angenommen.“



„Es ist so viel leichter als früher…“

Genau hier wird die Technologie greifbar – im Alltag der MTR. Automatisierte Rekonstruktionen, Organerkennung und vordefinierte Protokolle sorgen dafür, dass viele Arbeitsschritte, die früher manuell durchgeführt werden mussten, heute vollautomatisch ablaufen.

„Man merkt einfach, dass man allein mit dem neuen CT viel mehr schaffen kann“, sagt Falkenstein. „Früher war man oft zu zweit – einer hat gescannt, einer hat rekonstruiert. Das fällt jetzt weg.“


Die Konsequenz ist nicht nur Geschwindigkeit, sondern auch Ruhe. Und Konsistenz.

„Nicht jeder macht sein Ding“, sagt Falkenstein. „Die klinischen Ergebnisse sind konstant hoch – egal, wer gerade am Gerät sitzt.“



17 Mitarbeitende, anderthalb Wochen

Eine neue Technologie ist nur so gut wie das Team, das mit ihr arbeitet. In Hamburg Eilbek mussten 17 medizinische Technolog:innen für Radiologie innerhalb kürzester Zeit am neuen CT dienstfähig werden – unter laufendem Betrieb.

„Wir hatten effektiv nur anderthalb Wochen für die Einarbeitung“, erinnert sich Falkenstein. „Eigentlich sollten es zunächst drei Leute lernen. Am Ende waren es vier – einfach, weil Kollegen gesagt haben: Sieht spannend aus.“


Dann ging alles sehr schnell.

„Die Einarbeitung lief extrem gut. Die Oberfläche ist so intuitiv, dass alle sehr schnell sicher gearbeitet haben.“


Viele im Team sind jung, technikaffin und merken schnell, wie sehr sich der Alltag verändert.

„Man gewöhnt sich schnell an die neuen Features“, sagt Falkenstein.



Wenn Technik nicht auffällt, sondern wirklich hilft

Im Gespräch mit dem Team fällt ein Satz immer wieder – unausgesprochen, aber spürbar:
Das CT macht den Alltag einfacher.

Ob laterale Tischverschiebung bei adipösen oder schwerst traumatisierten Patient:innen, automatische Landmark-Erkennung oder die Möglichkeit, nachträglich zu korrigieren, wenn die ROI-Positionierung für’s Bolustracking nicht perfekt war – vieles davon wurde früher improvisiert.
Heute ist es Routine.

„Man denkt am Anfang, das braucht man alles nicht“, sagt Falkenstein. „Und dann nutzt man es ständig.“



Fazit

Die CT-Einweihung in der Schön Klinik Hamburg Eilbek zeigt, was moderne CT-Technologie leisten kann, und wie sie den klinischen Alltag vereinfacht:
Klare Abläufe, standardisierte Qualität – und Technik, die Menschen wirklich unterstützt.

Der Aquilion ONE von Canon Medical Systems ist dabei nicht einfach ein zweiter CT, sondern ein zentraler Baustein eines Versorgungskonzepts, das auf Geschwindigkeit, Verlässlichkeit wie auch auf Patienten und Mitarbeiter ausgelegt ist.